RiffReporter als „nachhaltige Innovation im Journalismus“ ausgezeichnet

VOCER INNOVATION DAY 2017, 11.11.2017: RiffReporter-Vorstandsmitglied Tanja Krämer und ich im Kreis von Vocer-Initiatoren und Jury-Mitgliedern. © Jörg Müller, www.joergmuellerfotografie.de


11. November 2017

Berlin/Hamburg. RiffReporter – die Genossenschaft für freien Journalismus hat den erstmals vergebenen #NETZWENDE-Award erhalten. Der Medienpreis prämiert nachhaltige Innovationen im Journalismus, anlässlich des VOCER Innovation Days im Verlagshaus des SPIEGEL. RiffReporter ist damit der erste Preisträger des #NETZWENDE-Awards. Die Auszeichnung ist eine Initiative von VOCER in Kooperation mit dem SPIEGEL, der August- Schwingenstein-Stiftung, der Rudolf-Augstein-Stiftung und ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.

Eine breit aufgestellte 18-köpfige Jury aus Redakteuren, Journalisten, Medien- und Kommunikationsexperten verlieh der digitalen Journalismus-Community RiffReporter den ersten #NETZWENDE-Award. Mitherausgeber Alexander von Streit erklärt: „Die RiffReporter haben die Jury überzeugt, weil sie sehr gezielt innovative nachhaltige Strukturen für Journalismus im digitalen Raum aufbauen.“

Gründungsmitglied Tanja Krämer nahm den Preis stellvertretend für das gesamte Team entgegen. „Wir wollen zu einer Netzwende beitragen, indem wir als Genossenschaft freien Journalisten das Gründen eigener Angebote erleichtern“, so Mitgründerin Tanja Krämer. Ziel sei es, für Themen, Projekte und Autoren zahlreiche Unterstützercommunities aufzubauen. Jede Gründung im Riff sei redaktionell und wirtschaftlich eigenständig, aber zugleich Teil einer Themenlandschaft und Teil einer Gemeinschaft von Gründern.

„Wir freuen uns riesig über diese Anerkennung. Sie gilt allen freien Journalistinnen und Journalisten, die sich im Riff gemeinsam auf den Weg machen, neue Angebote im Dienst von Vielfalt und Tiefgang zu schaffen“, sagt Christian Schwägerl, Mitgründer von RiffReporter.

Gesucht wurden digitale Medienprojekte und Technologien, die nachhaltige Auswirkungen für Journalismus und Gesellschaft haben und zu einer besser informierten Öffentlichkeit beitragen. Der #NETZWENDE–Award ist mit 10.000 Euro dotiert, das Preisgeld ist zweckgebunden und unterstützt den Aus- und Aufbau des ausgezeichneten Projekts.

#Netzwende ist eine Initiative des Journalismus-Thinktanks VOCER, der vom Verein für Medien- und Journalismuskritik (VfMJ) getragen wird. Der 2009 in Berlin gegründete gemeinnützige Verein setzt sich öffentlich kritisch mit dem Mediensystem, seinen Akteuren, Prozessen und Inhalten auseinander und nachhaltig für Innovation im Journalismus ein.

VOCER beschäftigt sich mit der Transformation von Medien und Journalismus, aber auch mit grundlegenden Zusammenhängen und Wechselwirkungen von Technologie, Kultur und Gesellschaft.

Gestiftet haben den Preis die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, die August Schwingenstein Stiftung und die Rudolf Augstein Stiftung.

Mitglieder der #Netzwende Jury sind: Robert Bongen (Herausgeber VOCER und Redakteur beim ARD-Politikmagazin „Panorama“), Christina Elmer (Leitung Datenjournalismus-Ressort SPIEGEL ONLINE), Frederik Fischer (Chefredakteur piqd.de und Mitherausgeber von VOCER), Tabea Grzeszyk (freie Feature-Autorin für Deutschlandradio, Mitgründerin und Geschäftsführerin hostwriter.org), Susann Hoffmann (EDITION F), Frauke Hamann (ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius), Marcus von Jordan (Kommunikationsberater), Dr. Leif Kramp (Kommunikations- und Medienwissenschaftler, Historiker und Journalismusforscher), Marco Maas (Geschäftsführender Gesellschafter, Datenjournalist, Medienberater), Astrid Maier (Leitung Ressorts Unternehmen und Innovation Wirtschaftswoche), Iris Ockenfels (Redakteurin „Panorama 3“ NDR), Anja Reschke (Leitung Innenpolitik NDR Fernsehen), Stephanie Reuter (Geschäftsführerin Rudolf Augstein Stiftung), Léa Steinacker (Chief Innovation Officer Wirtschaftswoche), Alexander von Streit (Gründer und Herausgeber Krautreporter, Gründungsherausgeber VOCER, Direktor VOCER Innovation Medialab), Janko Tietz (Chef vom Dienst SPIEGEL ONLINE), Lina Timm (Gründerin und Program Manager MediaLab Bayern), Dr. Stephan Weichert (Professur für Journalismus und Kommunikationswissenschaft in Hamburg).

Über RiffReporter

RiffReporter ist die Genossenschaft für freien Journalismus. Ziel ist, ein Ökosystem für Wissenschaft, Gesellschaft, Umwelt und Technologie zu schaffen. RiffReporter bietet professionellen freien Autoren eine dynamische Plattform, die es ihnen ermöglicht, eigenständig zu gründen, zu publizieren und ihre Leserschaft auszubauen – sowie eine Gemeinschaft von Kollegen, die gemeinsam lernt und wächst. Leser finden bei RiffReporter fundierte Beiträge in großer Vielfalt und thematischer Tiefe und können gleichzeitig einen Beitrag leisten, freien Qualitätsjournalismus zu stärken. RiffReporter finanziert sich über Leser, die nach Interessen flexibel bezahlen und über Förderer (RiffSupporter), die in die Genossenschaft investieren. Die im Jahr 2015 von Christian Schwägerl, Tanja Krämer, Maximilian Steinbeis, Sebastian Brink und Uwe H. Martin gegründete RiffReporter – die Genossenschaft für freien Journalismus eG hat ihren Sitz in Berlin. Sie wurde im November 2017 mit dem Netzwende-Award ausgezeichnet.

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