GEO: Intelligente Maschinen – Freund oder Feind?

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Meine GEO-Titelgeschichte über die Zukunft von „Artificial Intelligence“, für die ich ausführliche Interviews mit Fei-Fei Li (Stanford AI Lab), Alex Graves (Google Deep Mind), Andrew Ng (Baidu), Jürgen Schmidhuber (Swiss National AI lab) und anderen geführt habe…

März 2023, Charité, Berlin. Die Frau ist mitten in der Nacht mit brennenden Schmerzen in der Brust aufgewacht. Nun steht ihre Wartenummer auf einem blau leuchtenden Armband, das ihr die Krankenschwester in der Notaufnahme umgelegt hat: 122. Doch schon eine Viertelstunde später leuchtet das mit etlichen Sensoren bestückte Armband rot auf: Die automatische Gesundheitssoftware hat einen drastischen Anstieg in der Herzinfarkt-Gefahr der Frau erkannt – und ihre Nummer von 122 auf 1 verändert. Die Software greift auch auf Daten der Deckenkamera zurück, die automatisch minimale Veränderungen im Gesichtsausdruck der Patientin erkannt hat. Zwei Pfleger eilen mit einer Trage zu ihr, eine Ärztin ruft: „Schnell, zu mir!“

Intelligente Maschinen zu bauen, die sehen, verstehen, selbständig entscheiden, die ähnlich schlau sie wie Menschen oder gar schlauer – davon träumen Wissenschaftler schon lange. Aber bis vor wenigen Jahren kamen sie dem Ziel einer künstlichen Intelligenz kaum näher. (…)

Eindrücke aus dem Schweizer AI-Lab:

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There are 2 comments

  1. Lothar Bentz

    Hallo Herr Schwägerl,
    habe heute bei einem Arztbesuch Ihren Artikel gelesen. Interessant fand ich, dass KI-Systeme bestimmte Bilder falsch interpretieren und das könnte ja nicht nur an Farben, Konturen, Mustern etc. liegen, sondern auch an fehlender (Erfahrung mit) Dreidimensionalität. Warum bringt man den KI-Systemen Bilder zum Lernen, statt das KI-System zu den „Bildern“ (also der räumlichen Realität) zu bringen, oder ist das nur eine Vorstufe? Ist physische Erfahrung von Raum zwingend notwendig oder kann man da tricksen? Interessant wäre auch, ob ein KI-System sein Spiegelbild als solches erkennen würde?
    Mir gehen noch eine Menge anderer Gedanken durch den Kopf, aber als spontane Reaktion soll das hier genügen.
    Tschüß, Lothar Bentz

    1. Christian Schwägerl

      Lieber Herr Bentz,
      danke für Ihr Interesse – das bleibt ein wichtiges Thema und Ihre Anregung ist interessant. Letztlich macht Google mit einem Street View-Programm genau das. Wir bekommen das als Dienstleistung in Form von Straßenkarten, der tiefere Nutzen besteht aber darin, die Google-KI mit Realität zu füttern. Heutige KI-Systeme sind noch nicht in der Lage, ein Selbstbewusstsein zu entwickeln. Christof Koch und Giulio Tononi halten das auch für prinzipiell ausgeschlossen. Ich bin mir da nicht so sicher. Vielleicht bin ich auch nur zu sehr von HAL geprägt. Bestens Christian Schwäger

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