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Globale Umbrüche,unterschätzte Risiken

Globale Umbrüche,
unterschätzte Risiken

Im August 2016 bestätigten die Wissenschaftler der „Antropocene Working Group“, was sie bereits im Januar 2016 im Fachblatt „Science“ geschrieben hatten: Dass es ausreichend Hinweise für eine neue geologische Erdepoche gibt, in der Menschen die treibende Kraft der Veränderung sind. Von diesem Anthropozän handelt mein 2010 erschienenes Buch „Menschenzeit“. Was wir auf und mit der Erde tun, verändert nicht nur unseren Alltag von heute, sondern den Lauf der Naturgeschichte. Als ich das Buch 2008-09 schrieb, war „Anthropozän“ noch ein völlig exotischer Begriff. Heute wird er weltweit diskutiert, weshalb die englische Neuausgabe, die Ende 2014 herauskam, direkt „The Anthropocene“ heißt. Mein zweites Buch, „11 drohende Kriege“ (2012), geschrieben mit Andreas Rinke, dem politischen Chefkorrespondenten von Reuters in Berlin, könnte aktueller nicht sein – leider. Verfasst in einer heute friedlich wirkenden Zeit, nahmen unsere Szenarien unter anderem die „Flüchtlingskrise“ vorweg: Wir warnen vor weiteren unterschätzten militärischen Risiken, vom Wettkampf um Meeresgebiete bis zur Gehirnforschung. Im November 2015 erschien eine rundum aktualisierte Taschenbuchausgabe. Mein neuestes Buch, das im Herbst 2014 herauskam, heißt „Die analoge Revolution“. Analog, nicht digital? Genau.

Ein hochaktuelles Taschenbuch

Ein hochaktuelles Taschenbuch

Drei Jahre ist es her, dass Andreas Rinkes und mein Buch „11 drohende Kriege“ erschienen ist und von Frank-Walter Steinmeier präsentiert wurde. Am 9.November kommt nun eine aktualisierte und überarbeitete Taschenbuchausgabe heraus. Im Vorwort schreiben wir, wie erschreckend die Überarbeitung für uns war, da sich die Welt in rasendem Tempo auf die von uns beschriebenen Szenarien zubewegt – nicht nur in der Flüchtlingsfrage.

Rezensionen: „Die Geschichte für die Post-Snowden-Ära

Rezensionen: „Die Geschichte für die Post-Snowden-Ära

„In einem seiner Szenarien schießen vor dem Berliner S-Bahnhof Friedrichstraße Eisvögel und Uferschwalben durch die Schilfgürtel der renaturierten Spree, und der Chef von Google lässt sich von einem meditierenden Aussteiger beeindrucken. An die Stelle des Internets ist das Allesnetz getreten, in dem man sich in Tiere, Pflanzen oder Gesteine verwandeln und die innere Verbindung von allem erfahren kann.“